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Die Immanuel Klinik Rüdersdorf hat als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) einen klaren Auftrag: die qualifizierte Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses. Sie verbindet akademische Lehre mit moderner Patientenversorgung und schafft strukturierte Entwicklungspfade – vom Studium bis zur Facharztreife und darüber hinaus.

Ein aktuelles Beispiel für die hohe Qualität der Ausbildung ist die Verleihung der vollen Weiterbildungsbefugnis über 60 Monate im Fach Radiologie an Prof. Dr. med. Torsten Diekhoff durch die Landesärztekammer Brandenburg. In seiner Funktion als Leitender Arzt des Standortes Rüdersdorf des Immanuel Albertinen Zentrums für Radiologie verantwortet er damit die vollständige Facharztweiterbildung innerhalb des Zentrums.

Für angehende Fachärzte bedeutet dies eine kontinuierliche, klar strukturierte und verlässlich planbare Weiterbildung in einem standortübergreifend organisierten radiologischen Zentrum. Der Standort Rüdersdorf bildet dabei den zentralen Weiterbildungsstandort; ergänzende Spezialinhalte, insbesondere in der Mamma-Bildgebung und Angiographie, werden im Verbund am Albertinen Krankenhaus in Hamburg vermittelt. Gerade diese Kombination aus kontinuierlicher Ausbildung vor Ort und gezielter Rotation in hochspezialisierte Leistungsbereiche ist ein wesentlicher Vorteil des Zentrums: Sie verbindet persönliche Betreuung, einheitliche fachliche Verantwortung und die Breite eines größeren radiologischen Verbundes.

Strukturierte Wege in den Arztberuf

Die ärztliche Ausbildung in Deutschland ist klar gegliedert und verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Sie beginnt mit dem Medizinstudium, das neben der universitären Lehre bereits früh praktische Anteile umfasst. Ein weiterer zentraler Bestandteil ist das Praktische Jahr (PJ), in dem Studierende aktiv in den Klinikalltag eingebunden sind und Verantwortung unter Supervision übernehmen.

Die Immanuel Klinik Rüdersdorf ist als Universitätsklinikum fest in diese Ausbildungsstruktur eingebunden. Studierende der MHB durchlaufen hier praxisnahe Ausbildungsabschnitte, lernen moderne diagnostische und therapeutische Verfahren kennen und werden eng durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte begleitet. So entsteht frühzeitig ein realistisches Bild des klinischen Alltags – und nicht selten auch eine langfristige Bindung an den Standort.

An das Studium schließt sich die Facharztweiterbildung an. In dieser Phase vertiefen Ärztinnen und Ärzte ihre Kenntnisse in einem spezifischen Fachgebiet und entwickeln zunehmend eigenverantwortliches Handeln. Die Weiterbildung erfolgt strukturiert entlang der Weiterbildungsordnung der Ärztekammern und wird durch erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte mit entsprechender Weiterbildungsbefugnis begleitet. Und noch etwas ist in Rüdersdorf besonders: Nicht nur im klinischen Alltag können Fachkenntnisse erworben werden, sondern auch die angrenzende Immanuel Poliklinik bildet in ihren Praxen FachärztInnen aus.

Bedeutung und Vergabe von Weiterbildungsbefugnissen

Weiterbildungsbefugnisse sind ein Qualitätsinstrument in der medizinischen Ausbildung. Sie werden von den Ärztekammern auf Grundlage strenger Kriterien vergeben. Entscheidend sind unter anderem die fachliche Qualifikation der Ausbildenden, die personelle Ausstattung der Klinik, die Vielfalt der behandelten Krankheitsbilder sowie die vorhandene technische Infrastruktur.

Eine Weiterbildungsbefugnis legt fest, über welchen Zeitraum und in welchem Umfang eine Weiterbildung an einem Standort erfolgen kann. Die volle Befugnis, wie im Fall der Radiologie über 60 Monate, bestätigt, dass sämtliche Inhalte der Facharztweiterbildung vor Ort vermittelt werden können. Für Assistenzärztinnen und -ärzte schafft dies Kontinuität und Verlässlichkeit, da sie ihre Weiterbildung nicht zwingend an mehreren Kliniken absolvieren müssen.

Die Immanuel Klinik und Poliklinik Rüdersdorf verfügen über ein umfangreiches Portfolio an Weiterbildungsbefugnissen in zahlreichen Fachrichtungen. Dieses breite Spektrum ermöglicht es, sowohl generalistische als auch hochspezialisierte Ausbildungswege abzubilden. Es stärkt gleichzeitig die interdisziplinäre Zusammenarbeit, da viele Fachbereiche eng verzahnt arbeiten und Weiterbildung damit über Fachgrenzen hinweg erlebbar wird.

Eine Übersicht über die aktuellen Weiterbildungsbefugnisse am Standort ist hier zu finden.

Karriereperspektiven vor Ort

Dass sich Investitionen in Ausbildung auszahlen, zeigt sich in den Karrierewegen vieler Ärztinnen und Ärzte in Rüdersdorf. Zahlreiche Assistenzärztinnen und -ärzte bleiben dem Haus nach erfolgreicher Facharztprüfung erhalten. Mit wachsender Erfahrung übernehmen sie zunehmend Verantwortung und entwickeln sich bspw. in Oberarztpositionen weiter. Diese Kontinuität hat mehrere Vorteile: Sie stärkt die medizinische Qualität, da Wissen und Erfahrung im Haus bleiben, fördert stabile Teams und schafft verlässliche Ansprechpersonen für Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig profitieren jüngere Kolleginnen und Kollegen von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren, die den Weg am eigenen Haus bereits gegangen sind.

Ausbildung als Teil der Versorgungsqualität

Für die Immanuel Klinik und Poliklinik Rüdersdorf ist die ärztliche Weiterbildung mehr als eine formale Verpflichtung. Sie ist integraler Bestandteil der Versorgungsqualität. Gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte sind die Grundlage für eine moderne, sichere und patientenzentrierte Medizin.

Die enge Verzahnung von universitärer Lehre, strukturierter Weiterbildung und Praxis schafft ein Umfeld, in dem Lernen und Arbeiten ineinandergreifen. So entsteht in Rüdersdorf ein nachhaltiges Modell der Personalentwicklung: von den ersten Praxiserfahrungen im Studium über die Facharztausbildung bis hin zu leitenden medizinischen Funktionen. Ein Modell, das nicht nur individuelle Karrierewege fördert, sondern langfristig auch die medizinische Versorgung in der Region stärkt.

Bild: Prof. Dr. med. Torsten Diekhoff mit einer Medizinstudentin bei der Visite

Mehr Informationen zur Immanuel Klinik Rüdersdorf.